Teil eines Werkes 
5./6. Th. (1844)
Entstehung
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Eine Mordthat in Ünßland.

Am 4. März des Jahres 1837 wurde ein ſchreckliches Verbrechen

in der Stadt Schitomir begangen, erzählt die Gazette des Tri- bunaux. Ein Arzt, der Dr. Schmiedel, der vor Tagesanbruch zu einem Kranken gerufen wurde, ging zu Fuße durch die Iytomirſtraße, weil in dieſem Stadttheile keine Wagen fahren können, als er mit einem Male an ein Hinderniß ſtieß, das ihm im Wege lag und das er im Dunkel nicht erkennen konnte; er verlor das Gleichge⸗ wicht und fiel. Bei dem Falle fühlte der Arzt, daß der Gegen⸗ ſtand, an den er geſtoßen hatte, unter dem Drucke nachgab und noch einen gewiſſen Grad von Wärme hatte. Er ſuchte durch Taſten zu ermitteln, was es wohl ſein könnte, und gelangte bald zu der Ueberzeugung, daß es der Körper eines Ermordeten ſei⸗ Er rief ſogleich um Hülfe, verlangte Licht, ließ den Polizeidirector, Baron Zabieline, rufen und erkannte mit dieſem, daß der Korper tiefe Spuren von ſechsunddreißig Meſſerſtichen und überdies an dem Halſe eine von Blut unterlaufene Stelle zeige, welche einen Ver⸗ ſuch des Erwürgens zu beweiſen ſchien. Die hinzugerufenen Zeu⸗ gen erkannten in dem Opfer dieſer Mordthat den Moſes Abraha⸗ mowitſch, den Lehrer der Kinder des Kiszka Iſaakvwitſch. Kiszka, deſſen Diener auf dieſe Weiſe ermordet war, war ein angeſehener Mann, nicht bloß wegen ſeines Vermögens, ſondern auch wegen der öffentlichen Aemter, die er bekleidete. Bei dem polniſchen Aufſtande im Jahre 1831 war er ein Spion der Ruſſen

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