Teil eines Werkes 
5./6. Th. (1844)
Entstehung
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Trotz dem, was Sie mir geſagt, kann ich mir's noch immer nicht recht denken, daß ich ernſtlichen Grund zur Furcht haben ſoll; denn eine ſolche Verderbtheit wäre ja ganz unbegreiflich.

Sie ſprachen noch einige Zeit über dieſen Gegenſtand und trennten ſich erſt, als die Nacht ſchon ſehr vorgerückt war.

Am folgenden Morgen war vor dem Magazine Derues in der Straße Saint Victor eine große Menſchenmenge verſammelt. Man ſchrie durcheinander, man fragte, ohne die Antwort abzuwarten, gab Antworten, die auf die Fragen nicht paßten, kurz, es war ein wirrer Lärm, ein Geplapper ohne Ordnung. Hier ſtanden Gruppen, die einem Redner in Hemdärmeln zuhörten, dort riefen Andere:Armer Mann! armer Gevatter Derues! Lieber Gott, was wird er nun anfangen? jetzt iſt er doch total ruinirt; nun, man muß hoffen, daß ſeine Gläubiger ihm Zeit laſſen. All⸗ dieſen Lärm übertönte eine Stimme, die, ſcharf und durchdringend, wie das Miauen einer Katze, ſich beklagte und ſchluchzend das ſchreckliche Unglück erzählte, welches ſich in der vergangenen Nacht zugetragen. Gegen drei Uhr morgens waren die Bewohner der Straße Saint Victor durch Feuerlärm aufgeſchreckt worden. Das Feuer war in Derues Gewölbe zum Ausbruch gekommen; man hatte es gedämpft und das Haus vor dem vollſtändigen Untergange bewahrt. Alle Waaren jedoch hatte es verzehrt oder verdorben. Derues erlitt einen beträchtlichen Verluſt, den er nicht geringer als auf 9000 Livres anſchlug. Durch welchen unglücklichen Zu⸗ fall war das Feuer zum Ausbruch gekommen? er konnte es nicht begreifen. Er erzählte von ſeinem geſtrigen Abendbeſuch bei Frau Legrand. Bleich, entſtellt und ſich kaum aufrecht erhaltend rief er:

Ich überlebe es nicht; ein armer kranker Mann, wie ich, und jetzt noch zu Grunde gerichtet!

Eine heiſere Stimme unterbrach ihn in ſeinen Jeremiaden, und die Aufmerkſamkeit der Menge wurde durch eine Frau in