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von oben her ausführen. Die Häſcher würden, wenn ſie in dieſe Schlinge gegangen wären, von vorn und von hinten zugleich ange⸗ griffen, ſich ſogleich haben ergeben müſſen. Aber der Zufall, der ſo oft das Geſchick der Schlachten entſcheidet, vereitelte dieſe geſchickte Kriegsliſt. Peter bemerkte nicht, daß die Häſcher einen andern Weg eingeſchlagen hatten, als den, welchen ſie ſeiner Vermuthung zufolge machen mußten. Unvermuthet fielen ſie von hinten uber ihn her, und ehe er noch Zeit hatte, ſeine Pfeife hervorzuziehen, banden ſie ihm ein Schnupftuch um den Mund und knebelten ihm die Hände. Sechs blieben auf dem Schlachtfelde, um die ihres Hauptmanns beraubte Bande zu zerſtreuen, die vier Andern führ⸗ ten den Gefangenen in das Gehölz zurück. Nach der Abmachung wurde Peter Buttel von den in einen Gerichtshof verwandelten Häſchern gerichtet, und da er jede Vertheidigung verſchmähte, dauerte ſein Proceß nicht lange. Einſtimmig wurde erkannt, daß er gehängt werden ſolle, und auf das Verlangen des Räuberhaupt⸗ manns ſelbſt das Urtheil ſogleich vollſtreckt. Er ſelbſt bezeichnete einen Baum, an den man ihn hängen könne.
„Aber Peter,“ ſagte einer der Richter,„wie willſt Du das denn machen?“
„Was Du dumm biſt,“ antwortete der Verurtheilte;„ich will gehangen ſein, um Euch zum Lachen zu machen, Du ſollſt es ſchon ſehen. Darauf knüpfte er mehrere Bücherriemen zuſammen, legte Hefte, Lexikon und Katechismen auf einen Haufen, ſtieg auf dieſe ſchwankende Unterlage und band, auf den Fußſpitzen ſtehend, den Strick an einen Baumaſt, ſteckte ſeinen Hals in die Schlinge und ſchnitt Geſichter, wie ein wirklich Gehängter. Alle lachten laut und der Gehangene am Lauteſten. Drei Häſcher gingen zu ihren Cameraden zurück, um ſie zu dieſem ergötzlichen Schauſpiel herbeizurufen. Nur einer, der zu ermüdet war, blieb bei dem armen Sünder zurück.
Nun, beſter Herr Scharfrichter,“ ſagte Peter, und ſteckte die


