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Anton ſchlug die Augen zum Himmel empor, kreuzte die Arme auf der Bruſt und ſagte:„Das iſt nicht wahr, lieber Buttel, Du weißt ja, man muß alle Beleidigungen vergeben.“
„Seht, ſeht ihn an, ſtellt er ſich doch gerade, als wenn er betet,“ ſagten ſeine Cameraden, ſchimpften ihn gehörig herunter und gaben ihm manchen Puff. Peter Buttel, der einen großen Einfluß auf die Andern ausübte, ließ die Feindſeligkeiten endlich aufhören.
„Siehſt Du, Anton, Du haſt ein ſchlechtes Herz, das wiſſen wir ſchon. Du biſt heimtückiſch und ein Heuchler, das muß anders werden; zieh' den Rock aus, wir wollen uns prügeln, und wenn Du willſt, ſo prügeln wir uns alle Tage, dieſen ganzen Monat bis zu Ende.“.
Dieſer Vorſchlag wurde ſehr beifällig aufgenommen. Peter ſtreifte die Hemdärmel zurück und ſchickte ſich an, zu thun, wie er geſprochen.
Der Ausforderer war ein Junge von lebhaftem, ſtolzem Aus⸗ ſehen, von biegſamem, kräftigem Gliederbau, und Alles an ihm ließ darauf ſchließen, daß er einſt ein ſchöner, kraftvoller Mann werden würde. Der Andere dagegen war klein, mager und hatte ein bleiches, krankes Ausſehen; es ſchien, als hätte man ihn um⸗ blaſen können; ſeine dünnen Arme und Beine hingen wie Spinnen⸗ füße an ſeinem Leibe, ſeine Haare waren röthlichblond, und unter ſeiner Haut ſchien gar kein Blut umzulaufen. Das Gefühl ſeiner Schwäche machte ihn furchtſam und gab ſeinen Augen eine un⸗ ruhige Beweglichkett. Aus ſeinem Geſicht allein hätte man nicht ſehen können, welchem Geſchlecht er angehöre. Wenn man dies gebrechliche Weſen einmal anſah, ſo konnte man den Blick nicht gleich wieder von ihm abwenden. Wäre er ſtärker geweſen, ſo würde er für ſeine Cameraden ein Gegenſtand der Furcht geweſen ſein und ſo den Einfluß ausgeübt haben, den Peter Buttel ſeiner Luſtigkeit und ſeiner unermüdlichen Beweglichkeit bei allen Spielen verdankte; denn dieſe zerbrechliche Hülle verbarg eine ungewöhn⸗
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