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und athmete nach langer Zeit einmal wieder auf. Allein in der folgenden Nacht hörte er mehrmals Emineh's Stimme ſeinen Namen rufen, woraus er ſchloß, daß ſein Ende nahe ſei. Zwei Nächte nacheinander glaubte er dieſelbe Stimme zu hören, und kein Schlaf kam mehr in ſeine Augen.
Einige Tage darauf wurde er von Kurſchid zu einer Zuſammen⸗ kunft eingeladen, die in einem Kiosk auf der Inſel des See's ſtattfinden ſolle. Bei dieſem Vorſchlag wurde Ali einen Augenblick nachdenklich, aber der Parlementaire ſagte ihm, Kurſchid würde nur von zwei Officieren ſeines Generalſtabes begleitet ſein, und
er könne vorher den Ort unterſuchen laſſen und eine ſo große
Wache mitnehmen, als er wolle. Zugleich möge er ſeinen Pulver⸗ wächter mit der brennenden Lunde in der Citadelle laſſen, das ſei ja die ſtärkſte Bürgſchaft, die man ihm geben könne.
Er nahm den Vorſchlag an und begab ſich mit etwa zwanzig von ſeinen Leuten auf die Inſel, ließ auch Vaſiliki ſeine Dia⸗ manten und mehrere Kaſten Gold hinbringen. Zwei Tage ver⸗ gingen, ohne daß der Seraskier ihn beſuchte. Auf ſeine Anfrage entſchuldigte ſich derſelbe mit Unwohlſein und ſchlug ihm vor, diejenigen zu bezeichnen, die er ſtatt ſeiner ſprechen möchte. Dieſe Erlaubniß benutzte Ali, um ſeine alten Waffengenoſſen und ehe⸗ maligen Bekannten zu ſich kommen zu laſſen, die Alle dazu bei⸗ trugen, ihn ſicher zu machen und ihn mit Hoffnung zu erfüllen.
Am fünften Februar ſchickte Kurſchid Haſſan⸗Paſcha zu Ali und ließ ihm die frohe Nachricht melden, daß der lang erſehnte Ferman endlich angekommen ſei. Jetzt zieme es ſich wohl, da ihre beiderſeitigen Wünſche erfüllt ſeien, daß Ali, um ſeine Dankbar⸗ keit und Unterwürſigkeit zu bezeigen, Selim befehle, die Lunte auszulöſchen und die Höhle zu verlaſſen. Nur unter dieſer Bedingung dürfe er ihm den Gnadenbrief des Sultans übergeben. Ali war beſtürzt; ihm gingen die Augen auf; er antwortete nicht ohne Verlegenheit: er habe Selim befohlen, nur ſeinen mündlichen


