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Hals gekommen. Sie ſchickten ihm daher Hülfsmannſchaft, die er jedoch glaubte nicht annehmen zu dürfen, da er ſich nur für ein Werkzeug in den Händen der Griechen hielt. Ueberall ſah er nur Feinde, die Gelegenheit ſuchten, ſich ſeiner Reichthümer zu bemäch⸗ tigen; ſein Geiz wuchs mit der Gefahr, und ſeit einigen Monaten bezahlte er nicht einmal mehr ſeine Vertheidiger.„Alte Schlan⸗ gen,“ ſagte er,„bleiben immer Schlangen; ich fürchte die Sulioten und ihre Freundſchaft.“ Folgenden Brief ſchrieb er den Griechen:
„Meine lieben Söhne! ich erfahre eben, daß Ihr einen Theil Eurer Palikaren gegen unſern Feind Kurſchid ſchicken wollt. Ich benachrichtige Euch hiermit, daß ich in meiner unbezwingbaren Feſtung dieſen aſiatiſchen Paſcha aufs Tiefſte verachte, und daß ich ihm noch mehrere Jahre hindurch die Spitze bieten kann. Den einzigen Dienſt, um den ich Euch bitte, iſt, Arta zu zerſtören und Ismael Pacho⸗Bey, meinen ehemaligen Diener, den wüthen⸗ den Feind, den Urheber alles Uebels und all' des ſchrecklichen Un⸗ glücks, das ſchon ſo lange Zeit auf unſerem unglücklichen Lande laſtet, wo möglich lebendig gefangen zu nehmen. Gebt Euch alle Mühe, dies zu erreichen, denn dadurch rottet Ihr das Uebel mit der Wurzel aus; meine Schätze ſollen Eure Palikaren belohnen, deren Tapferkeit ich mit jedem Tage mehr achten lerne.“
Die Sulioten wurden wüthend hierüber und kehrten in ihre Gebirge zurück. Kurſchid benutzte die unter den Soldaten Ali's laut gewordene Unzufriedenheit und beredete die Schypetaren zum Uebertritt. Sie ſtellten aber zwei Bedingungen: 1) daß Ismael Pacho⸗Bey, ihr perſönlicher Feind, abgeſetzt werde, und 2) daß man das Leben ihres alten Veziers ſchone.
Die erſte dieſer Bedingungen wurde treu gehalten. Was die zweite betrifft, ſo mußte Kurſchid den Ueberläufern einen Ferman vorzeigen, demzufolge Ali Tebelen, wenn er ſich unterwerfe, mit ſeinen Söhnen, ſeinem Harem und ſeinen Schätzen nach Kleinaſien gebracht werden ſollte, um daſelbſt bis zum Ende ſeiner Tage in


