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nenden Krater. Hohe Cypreſſenbäume, die rund herum ſtanden, entzündeten ſich von der Gluth und waren gleichſam die Leichen⸗ fackeln für 60 Officiere und 200 Soldaten.
„Ali⸗Paſcha iſt noch nicht todt,“ rief der greiſe Paſcha; dieſe Worte flogen von Mund zu Mund und verbreiteten Entſetzen bei Kurſchid's Soldaten.
Wenige Tage ſpäter bemerkte Ali in der Ebene die Fahnen des Kreuzes. Die empörten Griechen rückten gegen Kurſchid zu Felde. Ali hätte ſich hierüber freuen ſollen; aber ihm war der Aufſtand, den er ſelber veranlaßt, viel zu weit vorgeſchritten, und er gab Kurſchid im Herzen Recht, als dieſer ihm bei einer Unterhandlung ſagen ließ, er möge nicht vergeſſen, daß auf den Fahnen der Auf⸗ rührer das Zeichen des Kreuzes ſtehe, daß er weiter nichts ſei, als ein Werkzeug in ihren Händen und, falls ſie ſiegen ſollten, un⸗ fehlbar ihr Opfer werden würde. Ali verſtand die Gefahr. Wäre die Pforte mit größerer Einſicht begabt geweſen, ſie hätte Ali verziehen unter der Bedingung, Hellas wieder zu unterwerfen, und es iſt leicht möglich, daß die Griechen einem ſo furchtbaren und in Ränken ſo gewandten Manne unterlegen wären. Kurſchid ſchickte Couriere über Couriere nach Konſtantinopel und verhandelte drei Wochen lang mit Ali, der die Zeit nur benutzte, ſich mit neuen Vorräthen zu verſehen, und das Ultimatum des Sultans zurückwies. Bald darauf aber fiel Kurſchid das Schloß Litharitza in die Hände. Die Beſatzung dieſes Platzes wurde ſchlecht bezahlt, war ermüdet von der langen Belagerung und übergab, gewonnen durch das Geld des Seraskiers, die Schlüſſel der Feſtung und ging ſelbſt zum Feinde über. Jetzt hatte Ali nur noch 600 Soldaten. Er mußte fürchten, daß dieſe Hand voll Menſchen leicht den Muth verlieren und ihn verlaſſen könne, beſonders da ſein Gegner ſich gegen alle Ueberläufer ſo gnädig gezeigt; daſſelbe fürchteten auch die Griechen, denn die ganze Macht Kurſchid's, welche Ali jetzt vor den Schlöſſern von Janina feſſelte, wäre dann ihnen auf den
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