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Schlöſſer in die Länge zog. Er bemächtigte ſich der Inſel, welche mitten im See liegt, ließ Verſchanzungen aufwerfen und ein un⸗ ausgeſetztes Feuer auf die Südſeite des Schloſſes Litharitza eröffnen. Als eine hinlängliche Breſche gelegt war, begann er zu ſtürmen, und ſeine Soldaten thaten Wunder der Tapferkeit. Aber Ali machte, auf einer Sänfte getragen, einen Ausfall und zwang die Belagerer, nach einem Verluſt von 300 Todten ins Lager zurückzukehren. „Der Bär des Pindus lebt noch,“ ließ Ali Kurſchid ſagen;„Du kannſt Deine Todten holen laſſen, um ſie zu begraben; ich gebe ſie ohne Löſegeld frei, was ich immer thun will, ſo oft Du mich wie ein Tapferer angreifſt.“ 3
Als er vom allgemeinen Aufſtande Griechenlands und den Inſeln des Archipels hörte, rief er aus:„Es iſt vorbei! Zwei Männer haben die Türkei ins Verderben geſtürzt!“ Eine weitere Erklärung dieſes prophetiſchen Ausſpruchs hat er nicht gegeben.
In dieſer Zeit ſtarb ſeine Schweſter Chainitza, einige Monate ſpäter folgte ihr Ibrahim, Paſcha von Berat, das letzte Opfer, welches ſie von ihrem Bruder erbeten: Ali hatte ihn vergiften laſſen.
Ali's Lage wurde indeß immer gefährlicher; da trat der Ra⸗ maſan ein, die Faſtenzeit, in welcher die Türken nicht gern käm⸗ pfen mögen. Es begann eine Art von Waffenſtillſtand; die Wach⸗ ſamkeit im Lager Kurſchid's wurde geringer, und ſein Feind benutzte dies, um Alles zu erfahren, was im Belagerungsheere vorfiel.
Er hörte von ſeinen Kundſchaftern, daß der Generalſtab des Seras⸗ kiers, auf den Gottesfrieden rechnend, am Bairamsfeſte die große Moſchee beſuchen wolle, die bisher von allen Kugeln verſchont ge⸗ blieben. Sobald Ali ſicher war, daß alle Anführer des Belagerungs⸗ heeres die Moſchee betreten, ließ er plötzlich aus dreißig Feuer⸗ ſchlünden Kugeln, Bomben und Granaten in ungeheuerer Maſſe gegen den Tempel ſchleudern, der mit entſetzlichem Gepolter zu⸗ ſammenſtürzte und eine Menge Menſchen zerſchmetterte; ein Wind⸗ ſtoß fachte die Gluth an, und bald glich die Moſchee einem bren⸗


