Teil eines Werkes 
3./4. Th. (1844)
Entstehung
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man ihn nach dem unbedeutenden Poſten Salonichi geſchickt? Er habe doch als Großvezier den Frieden in Serbien hergeſtellt. Aber ſtatt ihm die Verwaltung dieſes Königreichs anzuvertranen, ſei er ſchnell nach Aleppo geſandt, um dort einen armſeligen Aufſtand der Emire und Janitſcharen zu unterdrücken, und jetzt müſſe er wieder gegen einen Greis die Waffen ergreifen.

Der Seraskier antwortete ihm freundſchaftlich, ließ den mili⸗ tairiſchen Gruß, die 21 Kanonenſchüſſe erwidern, und in ſeinem Lager verbieten, einen furchtloſen und tapferen Mann, wie den Löwen von Tebelen, ferner mit dem Namen eines Excommunieirten zu brandmarken. Zugleich bewilligte er ihm den Titel Vezier und zeigte an, er ſei nur als Friedensſtifter nach Epirus gekommen.

Kurſchid's Spione hatten Briefe unterſchlagen, die Alerander Ypſilanti an die Anführer der Griechen in Epirus geſchrieben hatte, und in denen er ſie aufforderte, Ali⸗Paſcha in ſeinem Aufſtande gegen die Pforte zu unterſtützen, ſich aber ſo mit ihm zu ſtellen, daß ſie ſich jeden Augenblick wieder los machen könnten. Beſonders ſoll⸗ ten ſie ihr Augenmerk darauf richten, ſich ſeiner Schätze zu bemächti⸗ gen, die ſich zur Befreiung Griechenlands vortrefflich verwenden ließen.

Kurſchid überſchickte Ali dieſe Briefe, und dieſer beſchloß, als er ſie geleſen, ſich ſeinerſeits der Griechen nur zu bedienen, um ſie ſeinen Zwecken zu opfern und, wenn er dieſe erreicht, an ihrer Treuloſigkeit glänzende Rache zu nehmen. Zu gleicher Zeit hörte Ali von der Aufregung der europäiſchen Türkei, von den Hoff⸗ nungen der Chriſten und von dem zu erwartenden Bruch zwiſchen der Pforte und Rußland. Darum ſei, ſagte man, Kurſchid⸗Paſcha bereit, alle Friedensvorſchläge anzunehmen. Sein ganzer Stolz erwachte wieder, denn er bildete ſich ein, daß die Geneigtheit zur Verſöhnung nichts Anderes ſei, als ein Zeichen von Schwäche, und wagte es, dem Seraskier folgende Vorſchläge zu machen: 1) Er wolle die Kriegskoſten und den rückſtändigen Tribut eker 2) Da es des guten Beiſpiels wegen nothwendig ſei, daß