Teil eines Werkes 
3./4. Th. (1844)
Entstehung
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Schlachtfelde hatte der merkwürdige Mann ſeine Kraft und Kühn⸗ heit der Jugend erlangt. Wohl zwanzigmal führt er ſeine Soldaten zum Angriff und eben ſo vielmal wird er zurückgeſchlagen. Das Schickſal iſt gegen ihn. Bald ſehen ſich ſeine Soldaten, welche das verſchanzte Lager angreifen, zwiſchen zwei Feuern eingeengt, und er kann ſie nicht befreien. Er ſchäumt vor Wuth, er droht ſich allein mitten in die Feinde zu werfen, aber die Soldaten er⸗ klären, ſie würden ihn feſtnehmen, wenn er ſich noch länger allen Gefahren ausſetzte, wie ein gemeiner Soldat. Er wird von ihnen mit fortgeriſſen in ſein Seeſchloß, ſein ganzes Heer geräth in die vollſtändigſte Verwirrung und ergreift die Flucht.

Aber auch durch dieſe Niederlage ließ er ſich nicht entmuthigen und ſetzte noch ganz Griechenland von ſeinem Aſyl aus in Bewegung. Der Aufſtand, den er erregt hatte, ohne ſeine Folgen zu ahnen, verbreitete ſich mit reißender Schnelligkeit, und alle Muſelmänner fingen ſchon an zu zittern, als Kurſchid⸗Paſcha an der Spitze von 25,000 Mann in Janina eintraf. Kaum war ſein Zelt aufge⸗ ſchlagen, als Ali ihn durch 21 Kanonenſchüſſe begrüßen ließ und ihm durch einen Parlamentaire einen glückwünſchenden Brief über⸗ ſchickte. Dieſer ſchlau und einſchmeichelnd geſchriebene Brief mußte auf Kurſchid einen großen Eindruck machen. Ali ſchrieb, nur die unverſchämten Lügen eines ſeiner ehemaligen Diener, Pacho⸗Bey, hätten ihn gezwungen, nicht der Macht des Sultans, vor der er ſein von Sorgen und Jahren gebeugtes Haupt gerne neige, ſondern den treuloſen Ränken ſeiner Räthe Widerſtand zu leiſten; in ſei⸗ nem Unglücke müſſe er ſich noch glücklich ſchätzen, jetzt mit einem Vezier zu thun zu haben, der überall rühmlichſt bekannt ſei. Dann ſetzte er hinzu, daß ſeine ſeltenen Verdienſte freilich nicht gehörig geſchätzt werden könnten von einem Divan, welcher nur nach der Größe der Beſtechungen über Jedermann urtheile. Wie hätte man ſonſt ihn, Kurſchid⸗Paſcha, den Vicekönig von Aegypten, den Beſie⸗ ger der Mamelucken, ohne Grund abrufen können? Warum habe

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