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verlange. Das Verlangen nach Rache hatte einige Männer bewegt, dieſen unbekannten Gefahren Trotz zu bieten, aber zweimal waren ſie von einem ſchwarzgekleideten Reiter aufgehalten, der ihnen verboten, ihre Hand zu beflecken an einem ſo gottesläſterlichen Geſchöpf, deſſen Beſtrafung ſich der Himmel ſelbſt vorbehalten, und beide Male waren ſie wieder umgekehrt.
Bald ſchämen ſie ſich ihrer Furcht und verſuchen einen andern Angriff. Diesmal erſcheint der geheimnißvolle Reiter nicht, ihnen den Weg zu vertreten, und ſchon jauchzen ſie freudig auf, ihre Nache endlich befriedigen zu können. Wie Jäger klettern ſie zu dem Schloß empor, um es zu überrumpeln; ſchon ſind ſie an dem äußeren Thore und wollen es eben einſchlagen; aber plötzlich ſpringt es von ſelbſt auf, und Chainitza ſteht dahinter, Piſtolen im Gürtel, eine Büchſe im Arm, aber ohne eine andere Begleitung, als die zweier großer Doggen.
„Haltet ein, ihr Verwegenen,“ ruft ſie,„weder mein Leben, noch meine Reichthümer ſollen jemals in Eure Hände gerathen.. Thut Einer von Euch, ohne meine Erlaubniß, auch nur einen Schritt, ſo kracht das Schloß ſammt dem Boden, auf dem Ihr ſteht, in die Luft, denn 10,000 Pfund Pulver, die ich im Augen⸗ blick entzünden kann, liegen in den Kellern. Weicht augenblicklich zurück und ſtört in Zukunft nicht meine Ruhe, denn ich ſage es Euch, ich habe noch andere tödtliche Helfershelfer in meinen Dien⸗ ſten, als das Pulver. Ich mache mir nichts aus dem Leben, ver⸗ geßt das nicht, und wenn ich wollte, Eure Gebirge könnten leicht noch einmal das Grab Eurer Frauen und Kinder ſein.“
Sie ſchweigt, und Alle fliehen entſetzt von dannen.
Einige Zeit darauf verbreitete ſich die Peſt im Gebirge. Chainitza hatte angeſteckte Kleider an Zigeuner vertheilt. 5
„Wir ſind von Einem Blut!“ rief Ali ſtolz, als er hiervon hörte, und von dieſem Augenblick an ſchien er ſeinen alten Muth und das Feuer ſeiner Jugend wieder gewonnen zu haben. Als man
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