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Ali's Freunde riethen ihm, dieſe Bewegung zu ſeinen Gunſten zu wenden; die Griechen, ſagten ſie, warten nur auf einen An⸗ führer; er ſolle ſich anbieten, den Oberbefehl zu übernehmen. Zwar ſeien ſie gegen ihn erbittert, aber dies Gefühl werde ſich ändern; er dürfe ſie nur hoffen laſſen, daß er zum Chriſtenthum übertreten und ſie befreien wolle.
Sogleich verſammelte Ali die bedeutendſten Muſelmänner und Chriſten ſeines Gebiets; die verſchiedenſten Leute ſahen ſich bei ihm vereinigt und waren ſelbſt darüber erſtaunt.
Ali ſelbſt ſchämte ſich der Rolle, die er vor ihnen ſpielen mußte, und entſchloß ſich erſt nach langem Zögern, ihnen folgende Anrede zu halten: 3
„Ihr Griechen,“ ſagte er, ſich zuerſt an die Chriſten wendend; „wer meine Handlungsweiſe vorurtheilsfrei unterſuchen will, der wird überall die Beweiſe finden, daß ich Euch ſtets mit Vertrauen und Achtung behandelt habe. Welcher andere Paſcha iſt je ſo mit Euch umgegangen, wie ich? Wer iſt Euren Prieſtern ſo ehrfurchts⸗ voll begegnet, als ich? Ihr nehmt eine Stelle ein in meinem Rath, und ſowohl Polizei als Verwaltung habe ich in Eure Hände ge⸗ geben. Doch ich bin weit entfernt, es ableugnen zu wollen, daß ich den Griechen auch manches Uebel zugefügt; aber dann geſchah es immer nur, weil ich dem treuloſen und grauſamen Befehle der hohen Pforte gehorchen mußte. Ich ſelbſt muß mich in mancher Beziehung verdammen und beklage die Fehler, die meine traurige Stellung mich begehen ließ; aber ich laſſe es nicht bewenden bei der Reue, ſondern habe bereits verſucht, mein Unrecht wieder gut zu machen. So habe ich längſt eine große Anzahl Sulioten in meinen Dienſt gerufen, und die, welche meiner Einladung gefolgt ſind, nehmen die bedeutendſten Stellen ein; Allen, welche geflüchtet waren, habe ich geſchrieben, ſie ſollten zurückkehren, und ſie wer⸗ den meiner Einladung folgen. Bald werden alle Sulioten in dem Lande ihrer Ahnen ſein und mit Euch zugleich unter meinen Fahnen


