ihn nicht einmal vor ſich, als Ali ihm ein Bündniß mit England anzutragen kam.
Der Sultan ließ ein Geſchwader ausrüſten, welches mit Lan⸗ dungstruppen nach Epirus ſegeln ſollte. Alle benachbarten Paſcha's hatten Befehl, gegen Ali zu marſchiren, der aus dem Verzeichniß der Veziere ausgeſtrichen wurde. Pacho-Bey wurde zum Paſcha von Janina und Delvino ernannt und erhielt den Oberbefehl über das Heer.
Trotz aller dieſer Anſtalten waren zwei Monate ſpäter noch nicht zehn Soldaten zuſammengebracht, um nach Albanien zu marſchiren, da der Ramaſan in dieſem Jahre erſt am 10. Juli zu Ende ging. In dieſer Zeit hätte Ali vielleicht dem türkiſchen Reich den Todesſtoß beibringen können, wenn er ſich offen an die Spitze der Empörung geſtellt, die in Griechenland zu gähren be⸗ gann. Schon im Jahre 1808 hatten die Hydrioten ſeinem Sohne Veli, der damals Paſcha von Morea war, angeboten, ihn zu ihrem Fürſten zu machen und mit aller Kraft zu unterſtützen, wenn er die Inſeln des Archipels für unabhängig erklären wolle. Die Moraiten waren Ali's Feinde erſt geworden, als er ihnen abgeſchlagen, ihre Befreiung zu unterſtützen, und würden ſogleich zu ihm getreten ſein, wenn er darin eingewilligt hätte.
Er erließ einen Aufruf an alle Waffenfähigen in ganz Albanien, ohne Unterſchied der Religion, und wirklich liefen Chriſten und Muſelmänner, durch die Hoffnung auf beträchtliche Beute und großen Sold, ſeinen Fahnen ſchaarenweiſe zu.
Bevor es noch zu Kämpfen kam, richteten ſeine Truppen überall die größten Verwüſtungen an. Als ſich die Griechen darüber in Konſtantinopel beklagten und um Hülfe baten, gab man zur Ant⸗ wort, ſie möchten ſich ſelbſt helfen und gegen den Empörer Ali die Waffen ergreifen. Das ließ man ſich nicht zweimal ſagen, und bald war ganz Hellas unter den Waffen, vom Pindus bis zu den Thermopylen.


