Teil eines Werkes 
3./4. Th. (1844)
Entstehung
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gaten und Mörder. Dieſe ſuchte er an ſich zu feſſeln, als die Männer, deren Hülfe er einſt bedürftig ſein könne; denn ſo ſehr ihn das Glück begünſtigte, war er doch nicht blind für das Ge⸗ fährliche ſeiner Stellung.Ein Vezier, ſagte er oft,iſt ein Mann, der in fürſtlicher Pracht auf einem Pulverfaſſe ſitzt, und der durch ein Fünkchen in die Luft geſprengt werden kann.

Bald fanden ſeine Feinde eine günſtige Gelegenheit, ihm einen empfindlichen Schlag beizubringen. Veli⸗Paſcha hatte die Auf⸗ lagen in Theſſalien verfünffacht und dabei ſo viel Grauſamkeiten begangen, daß die Bewohner in großer Menge auswanderten. Der Sultan wagte es noch nicht, die Familie Tebelen offen zu beſtrafen; doch aber ſchickte er Veli als Paſcha nach Lepanto, einem ſehr unbedeutenden Poſten, und dieſer mußte gehorchen, ſo unzu⸗ frieden er damit war. Jetzt glaubte Ali, in der Perſon ſeines mächtigſten Sohnes verletzt, ſeine Feinde durch einen Gewaltſtreich erſchrecken zu müſſen, und ſchickte drei Albaneſen nach Konſtanti⸗ nopel, um Pacho⸗Bey zu ermorden. Dieſe ſchoſſen auf ihn, als er eben in die Sophienmoſchee treten wollte, und trafen ihn auch, aber die Wunden waren nicht tödtlich. Sie wurden auf friſcher That ergriffen, und nachdem ſie geſtanden, daß der Paſcha von Janina ſie abgeſchickt habe, vor dem kaiſerlichen Palaſt aufgehängt. Jetzt ſah der Divan endlich ein, daß man Ernſt mit Ali machen müſſe, erklärte ihn für abgeſetzt und ließ ihn durch den Mufti ercommuniciren.

Ali vertraute auf ſein Glück und glaubte, er würde ſich auch jetzt aus der Schlinge ziehen können. Aber ſeine beträchtlichen Geſchenke, die er nach Konſtantinopel ſchickte, waren eben ſo un⸗ nütz, als die Bittſchriften, die Niemand zu überreichen wagte, weil der Sultan befohlen, Jedem den Kopf abſchlagen zu laſſen, der ihm von Ali Tebelen zu ſprechen wage.

Auch der Lord⸗Obercommiſſär Maitland wollte jetzt, da das Glück ihm den Rücken gewandt, nichts von ihm hören und ließ