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ſchen Ereigniſſe entging, die die Aufmerkſamkeit der Pforte in An⸗ ſpruch genommen. Der Großherr hatte damals bei den Gräbern ſeiner ruhmreichen Ahnen geſchworen, die Strafe zu vollſtrecken, ſobald es möglich ſei; es handelte ſich jetzt nur darum, ihm dies ins Gedächtniß zurückzurufen. Pacho⸗Bey und ſein Freund ver⸗ faßten eine neue Klageſchrift und erwähnten beſonders, da ſie die Habſucht des Sultans kannten, daß Ali durch ſeine Schandthaten und die Unterſchlagungen, welche er ſich gegen den Staatsſchatz erlaubt, unermeßliche Reichthümer zuſammengerafft habe. Wenn man die Rechnungen ſeiner Verwaltungen, ſagten ſie, unterſuche, ſo würde man mehrere Millionen nachgezahlt bekommen. Zugleich verpflichtete ſich Pacho⸗Bey, auf Gefahr ſeines Kopfes, trotz aller Feſtungen und Heere Ali's, mit 20,000 Mann bis vor Janina zu rücken, ohne einen Schuß Pulver zu verbrauchen.
So wohl angelegt dieſe Pläne auch ſchienen, waren ſie doch nicht nach dem Geſchmack der Miniſter Sr. Hoheit, welche jährlich von dem Verklagten bedeutende Summen erhielten. Auch fand man es bequemer, die Schätze Ali's auf dem Wege der Erbſchaft an ſich zu bringen, als ſie erſt durch einen Kriegszug zu erobern. Man ſchenkte daher dem Eifer Pacho⸗Bey's allen möglichen Beifall, gab ihm aber nur ausweichende und zuletzt ganz abſchlägige Antworten. Unterdeß ſtarb Paläopulos, nachdem er noch ſeinen Freunden auf dem Sterbebette den herannahenden Aufſtand Griechenlands prophe⸗ zeit und Pacho⸗Bey aufgemuntert hatte, ſeine Rachepläne zu ver⸗ folgen, da ihm Ali doch endlich unterliegen müſſe.
Ali war jetzt in der That ein regierender Fürſt geworden, und nur der Titel fehlte ihm noch. Ihm wurden die ärgſten Schmei⸗ cheleien gemacht, ſogar von chriſtlichen Schriftſtellern. So druckte man in Wien ein Gedicht zu Ehren Ali's, und eine franzöſiſch⸗ griechiſche Grammatik, in der ihm die Titel„Großmächtigſter und Allergnädigſter“ beigelegt waren. Die Hauptſtützen ſeiner Macht waren alle möglichen Abenteuerer, Seeräuber, Falſchmünzer, Rene⸗


