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dem noch, ganz Albanien ſolle auf allgemeine Koſten das Serail in Tebelen wieder herſtellen. Dann kehrte er mit ſeinen Schätzen und einigen Frauen nach Janina zurück, welche ſich aus der Feuers⸗ brunſt gerettet hatten, und die er ſeinen Bekannten verkaufte, da er, wie er ſagte, nicht mehr reich genug ſei, um ſo viel Sklaven halten zu können.
Bald darauf beſchloß er, gegen Pacho⸗Bey, ſeinen alten Feind, welcher ſich zum Nazir von Drama geflüchtet hatte und deſſen Günſtling geworden war, einen letzten Schlag auszuführen. Aber der gute Stern Ismael' errettete ihn noch einmal vor den Nach⸗ ſtellungen ſeines Feindes. Auf einer Jagdpartie trat ein Kapiſchi⸗ Baſchi an ihn heran und bat ihm zu ſagen, wo der Nazir ſei, er habe ihm eine wichtige Mittheilung zu machen. Da die Kapiſchi⸗ Baſchi's häufig Ueberbringer ſchlimmer Nachrichten ſind, ſo gab ſich Pacho⸗Bey für dieſen aus.
Der Abgeſandte des Sultans erklärte ihm darauf, er überbringe einen auf den Antrag Ali's, des Paſcha's von Janina, ausge⸗ ſtellten Ferman.
„Ali's von Tebelen? Der iſt mein Freund. Womit kann ich ihm dienen?“
„Durch Vollſtreckung dieſes Befehls, den der Divan giebt, einem Böſewicht, Pacho⸗Bey, welcher ſich ſeit einiger Zeit in Euren Dienſt eingeſchlichen hat, den Kopf abſchlagen zu laſſen.“
„Das will ich wohl thun, aber er iſt ein Mann, deſſen man ſchwer habhaft wird: tapfer, ſtark, gewandt und verſchlagen. Man muß ihn in eine Falle locken. Er kann jeden Augenblick hier ſein. Ich wünſche, daß Dich Niemand ſieht, und daß Niemand ahnt, wer Du biſt. Geh' nach Drama, welches ja nur zwei Stunden von hier entfernt iſt, und erwarte mich dort; ich werde noch die⸗ ſen Abend zurückkehren. Dein Auftrag iſt ſo gut wie ausgerichtet.“
Der Kapiſchi⸗Baſchi gab ein Zeichen, daß er die Liſt verſtehe, und wandte ſich gen Drama.— Ismael fürchtete, der Nazir, wel⸗


