Teil eines Werkes 
3./4. Th. (1844)
Entstehung
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Stunden, der Sonne oder dem Unwetter ausgeſetzt, gewartet hatten, ließ er bekannt machen, daß die Vertheilung bei einem andern Palaſte am entgegengeſetzten Ende der Stadt vor ſich gehen ſolle. Kamen ſie dort an, ſo konnten ſie von Glück ſagen, wenn ſie nach eben ſo langem Warten nicht zum dritten Male weiter ge⸗ ſchickt wurden. Erſchien endlich die Stunde der Austheilung, ſo trat ein Ikoglan, begleitet von einem Dutzend mit Stöcken be⸗ waffneter Albaneſen, einen großen Geldbeutel voll kleiner Münze in der Hand, aus dem Palaſt, und ſtreute eine Hand voll nach der andern unter der Menge aus. Dann entſtand ein ſchauder⸗ hafter Tumult; die Weiber ſtürzten alle zugleich über das Geld her, ſtießen einander um, geriethen ſich in die Haare, zerfleiſchten ſich und ſchrieen vor Wuth und Schmerz. Sogleich miſchten ſich die Albaneſen unter dem Vorwande, die Ordnung wieder herzu⸗ ſtellen, in den Wirrwarr und ſchlugen wie blind mit ihren Knüt⸗ teln darauf los. Der Paſcha ſaß dabei am Fenſter, ergötzte ſich an dieſem ekelhaften Schauſpiel und klatſchte bei jedem Knüttel⸗ ſchlage ſeinen Beifall. Häufig kam es vor, daß dabei mehrere Weiber erſchlagen wurden.

Er hatte für ſich und ſeine Familie einige Kutſchen angeſchafft, und allen Andern war es ſtreng verboten, ſeinem Beiſpiel zu folgen. Um beim Fahren nicht gerüttelt zu werden, hatte er das Pflaſter in Janina und den Nachbarſtädten fortſchaffen laſſen; daher gab es im Sommer einen erſtickenden Staub und im Winter einen entſetzlichen Schmutz. Ali war entzückt, wenn er die Leute ſo recht voll Koth ſah, und ſagte oft, wenn er in ſchlechtem Wetter aus⸗ fuhr, zu den ihn begleitenden Officieren!Welches Vergnügen, fahren zu können, wenn Ihr reiten müßt: Ihr werdet durchnäßt und beſudelt Euch, während ich ruhig im Wagen ſitze, meine Pfeife rauche und Euch auslache.

Er konnte es nicht begreifen, daß die europäiſchen Fürſten ihre Unterthanen Theil nehmen laſſen an allen Bequemlichkeiten und