Teil eines Werkes 
3./4. Th. (1844)
Entstehung
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gefüllte Grube lag, aus welcher man früher große Maſſen Mergel gegraben hatte. Die Grube lag dicht am Wege, von dem ſie nur durch einen rohen Stangenverſchlag getrennt war, und die Straße war hier ſo wenig breit, daß zwei Wagen ſich nur mit Mühe ausweichen konnten. Die ſchroffen Seitenwände der Grube waren im Laufe der Zeit abſchüſſig geworden und hatten ſich mit üppigem Grün bekleidet, indem Erlen und Weidenbüſche und andere Waſſer⸗ bäume darum wuchſen, die jetzt mit reichem Laub bedeckt waren und dem unheimlichen Ort ein maleriſches Anſehen gaben.

Nachdem Barak Johnſon die Straße von Woodſield nach Serape⸗ ton dreimal auf⸗ und abgeſchritten war, ohne derjenigen zu be⸗ gegnen, die er zu finden ausgegangen, blieb er hier ſtehen, lehnte ſeinen gigantiſchen Körper gegen eine der alten krummgewachſenen Weiden, die an der Ecke der Grube ſtanden, und ſchaute mit düſterm Blick auf das ſtille, tiefe Waſſer hinab, das in dunklen Umriſſen ſeine Geſtalt widerſpiegelte.

Die Mondſcheibe war voll und das ſilberne Blau des Horizonts mit einigen der ſtrahlendſten Geſtirne beſetzt, welche in dem Glanze, womit das Mondlicht die Nacht erleuchtete, allein ſichtbar waren, und jeder dieſer Sterne leuchtete in einem andern Lichte in beſon⸗ derer Schönheit, als wolle er des Apoſtels ſchönes Wort verherr⸗ lichen.

Dieſe Stelle der Bibel trat in aller ihrer feierlichen Schönheit mit allen ihren heiligen Verheißungen in das ſturmzerwühlte Ge⸗ müth des einſamen Wanderers, der mit gefalteten Armen und gedankenvoller Stirn daſtand und Rückſprache hielt, nicht mit der Natur oder mit Gott, ſondern mit ſeinem eigenen, getrübten Geiſt.

Es war eine ſchöne Sommernacht, die Luft mit tauſend Düf⸗ ten beladen, und auf den Blumen glaͤnzten die Thautropfen im Mondſchein. Alles um ihn her war friſch, kühl, lieblich, Alles athmete Ruhe und Frieden nur die Seele von Barak Johnſon nicht. Sein Ohr hörte das Lied der Nachtigallen nicht, die in