Teil eines Werkes 
3./4. Th. (1844)
Entstehung
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15 als nach dem Austauſch mehrerer heftiger Gegenreden Phillis und William in gegenſeitigem Unwillen ſich von einander trennten.

Am folgenden Nachmittag ſah er Phillis in feſtlichem Staate aus dem Hauſe treten, und ſie ſah ſo ſchön aus, daß trotz ſeines Unwillens gegen ſie Barak Johnſon ſich nicht enthalten konnte, mit Leidenſchaft auf ſie zu blicken, als ſie an der Gartenthür ſtillſtand, um mit ihrer Schweſter zu ſprechen, welche ihr bis da⸗ hin gefolgt war, ängſtlich das eigenſinnige Mädchen am Arme zurückhielt und rief:

Phillis, liebe Phillis, geh' heute nicht zum Jahrmarkt. Ich habe eine Ahnung, daß Dir ein Unglück zuſtößt, wenn Du es thuſt.

Unſinn, erwiderte Phillis, ihre ſchönen Locken aus ihrem Geſichte ſchüttelnd,ich will und muß gehen. Baſe Sophy Coo⸗ per hat mich eingeladen, in ihrem Hauſe zu tanzen; es werden viele hübſche junge Männer da ſein.

Was kann das Dich kümmern, da Du im Begriff ſtehſt, einen zu heirathen, den, wenn Du ihn auch nicht liebſt, Du doch lieben ſollteſt, denn er iſt verliebt genug in Dich, ſagte Sara mit be⸗ wegter Stimme.

Das dachteſt Du auch von Dir, antwortete Phillis,und doch ſiehſt du, daß Du Dich getäuſcht hatteſt.

Wer ſagte Dir, daß ich ſo dachte, Phillis? entgegnete Sara, indem ihr Geſicht die Farbe wechſelte,mir iſt es gewiß niemals über die Lippen gekommen.

O, was das betrifft, man iſt nicht blind, ſagte Phillis boshaft.

Sara wandte ſich weg und brach in Thränen aus, und Phil⸗ lis, ihren grauſamen Scherz bereuend, ſiel ihrer Schweſter um den Hals und bat ſie um Verzeihung für das, was ſie geſagt hatte.

Ich verzeihe Dir gern, erwiderte Sara, ihre Thränen trock⸗ nend; doch wirklich, Phillis, Du ſollteſt heute nicht auf den Jahr⸗ markt gehen, ich halte es ſogar für Unrecht, wie Du jetzt mit Parry ſtehſt.