Ich kannte längſt ſeinen Wunſch, daß wir uns Alle in ſeinem Hauſe verſammeln möchten, wenn einmal dieſes Ereigniß einträte. Ich zögerte daher nicht, nach Herrn Pickwick und Herrn Miles zu ſchicken, die beide anlangten, noch ehe der Bote zu⸗ rückkehrte.
Es liegt nicht in meiner Abſicht, mich über den Kummer und die liebevolle Trauer zu verbreiten, deren Zeuge und Theilhaber ich jetzt war. Von den untergeordneten Leidtragenden muß ich jedoch ſagen, daß ſeiner treuen Haushälterin faſt das Herz brach, daß der arme Barbier ſich gar nicht wollte tröſten laſſen und daß ich der einfachen Treue und Warm⸗ herzigkeit des Herrn Weller und ſeines Sohnes bis zu dem letzten Augenblicke meines Lebens Achtung zollen werde.
„So iſt alſo das liebevolle, alte Geſchöpf abge⸗ ſegelt,“ ſagte Nachmittags der ältere Herr Weller zu mir.„Er, der keinen Fehler hatte und ſo frei war von aller Unart, daß ihn ein Kind hätte leiten kön⸗ nen, hat endlich auch den unvermeidlichen Stolperer machen müſſen, der an uns Alle kömmt, und iſt für immer durch die Lappen gegangen! Ich ſehe ihn,“ fuhr der alte Herr mit einem Schwimmen in ſeinem Auge fort, über deſſen Bedeutung kein Zweifel ſeyn konnte,„ich ſehe ihn bei jeder Reiſe wackeliger und wackeliger werden; da ſage ich denn zu Samiel: „Junge! der Graue geht auf den letzten Socken;“ und nun ſind leider meine Vorausſagungen wahr


