mögen. Und wenn ich ſie ſo betrachte, werde ich bald ein Mitſpieler in dieſen kleinen Dramen, indem ich mich unter den Gebilden verliere, welche die Phantaſie mir vor Augen führt.
Wenn mein Feuer heiter auflodert und ein warmes Erröthen die Wände und Decken dieſes alten Gemaches übergießt, wenn meine Wanduhr in ihrer gemüthlichen Muſik fortmacht, gleich einem jener zirpenden Inſekten, welche ſich der freundlichen Herd⸗ wärme erfreuen, und die der gutmüthige Aberglauben als Propheten des Glücks und Ueberfluſſes für den Haushait betrachtet, in deſſen Barmherzigkeit ſie ihr beſcheidenes Vertrauen ſetzen; wenn Alles in einer behaglichen rothen Glut ſteht und Stimmen aus der praſſelnden Flamme tönen, während ein Lächeln aus ihrem zuckenden Lichte blitzt— dann ſammeln ſich auch andere Stimmen und ein anderes Lächeln um mich, mit ihrer lieblichen Harmonie die ſtille Stunde erfüllend.
Denn dann ſchaart ſich ein Häuflein jugend⸗ licher Geſtalten um meinen Herd und der Raum tönt von dem Echo ihrer heiteren Stimmen wieder. Mein einſamer Lehnſtuhl bleibt nicht mehr auf dem geräumigen Platze vor dem Feuer ſtehen, ſondern muß in eine kieinere Ecke rücken, um für den großen Kreis, der ſich um den gemüthlichen Kamin bildet, Raum zu geben. Ich habe Söhne, Töchter und Enkel, und wir ſind wegen eines Anlaſſes verſammelt, der uns gemeinſchaftlich zur Freude wird. Es iſt


