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unabläſſigen Weitergehen und in dem Umſtande, daß ſie ſich durch Nichts halten läßt, ihre größte Wohl⸗ that, der einzige Balſam für Schmerz und verwun⸗ deten Seelenfrieden, liege. 3
Heute Nacht, heute Nacht, wo dieſe Ruhe, dieſe Stille meinen Geiſt umſchwebt und die Erin⸗ nerung ſo viele wechſelnde Scenen vor meine Seele führt, ſtelle ich mich nach Belieben an dieſes oder jenes längſt erloſchene Kaminfeuer und miſche mich in die heitere Gruppe, die es umringt. Wenn ich mich in einer ſolchen Stimmung der Trauer hingeben könnte, ſo wäre es etwa wegen des Gedankens, welch' eine üble Figur ich ehedem inmitten ihrer Jugend und Schönheit machte, während jetzt nur ſo Wenige übrig geblieben ſind, um mich erröthen zu machen; ich könnte traurig werden über den Ge⸗ danken, daß diejenigen unter ihnen, welche ich bis⸗ weilen auf meinen täglichen Spaziergängen treffe, kaum weniger gebrechlich ſind als ich, daß die Zeit uns gleichgeſtellt hat, und daß alle Unterſchiede ſich verwiſchen und verſchwinden, wenn wir unſere wan⸗ kenden Schritte dem Grabe zulenken. Die Erin⸗ nerung iſt uns aber zu weit beſſeren Zwecken, als ſolchen, geſchenkt, und die meinige weiß nichts von Selbſtquälerei, ſondern wird mir zu einer Quelle der Wonne. Wenn ich mir Gedanken mache über den jugendlichen Frohſinn, der mir in meinem Leben begegnete, ſo heften ſich daran gemüthliche Scenen harmloſer Freude, wie ſie auch jetzt noch vorkommen Boz. XVIII. Barnaby Rudge. 25


