Teil eines Werkes 
5. Bdchn (1842)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

NK

uU

397

hatte. Barnaby taſtete ſich nach dem Bischen Streu in dem entfernteſten Ende hin und ſuchte ſich, nach der Thüre hinſchauend, an die Dunkelheit zu gewöh⸗ nen, was, da er eben aus dem ſchönen Sonnen⸗ ſcheine im Freien kam, keine ſo leichte Aufgabe war.

Draußen befand ſich eine Art von Porticus oder Colonnade, welche ſogar das Bischen Licht noch ſchmälerte, welches im günſtigſten Falle ſeinen Weg durch die kleinen Thüröffnungen finden konnte. Die Fußtritte der auf dem Steinpflaſter auf⸗ und abge⸗ henden Schildwache(Barnaby erinnerte ſich dabei, daß er erſt kürzlich ſelbſt auf dem Poſten geſtanden) hallten eintönig wieder, und ſo oft der Soldat an der Thüre vorbeiging, verdunkelte er durch den Schatten ſeines Körpers die Zelle ſo ganz und gar, daß ſein Weggehen wie die Erſcheinung eines neuen Lichtſtrahls wirkte und wirklich für ein Ereigniß an⸗ geſehen werden konnte.

Der Gefangene hatte eine Zeitlang auf dem Boden geſeſſen, nach den Spalten blickend und auf das Ab⸗ und Zugehen der Schildwache horchend, als der Soldat mit einemmale auf ſeinem Poſten ſtille ſtand. Der regelmäßige Schritt hatte Barnaby, der durchaus unfähig war, Gedanken oder Betrachtungen über ſein Schickſal anzuſtellen, in eine Art von Halbſchlummer gelullt, aber dieſes Stehenbleiben weckte ihn. Er bemerkte jetzt, daß zwei Maͤnner unter der Colonnade und in unmittelbarer Nähe ſei⸗ ner Gefängnißzelle mit einander ſprachen.