Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1842)
Entstehung
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Euch einflößte, welche eigentlich nur in verletzter Ei⸗ telkeit ihren Grund hat, ſondern ſich noch obendrein dieſe Handlung als Verdienſt und Tugend anrech⸗ nen will.“

Sie ſah ihn, wie von einem unwillkürlichen Im⸗ pulſe geleitet, noch einmal ſtolz an und erwiederte dann aus ſchwellender Bruſt:

„Wenn das, was Ihr ſagt, wahr iſt, ſo gibt er ſich viele unnöthige Mühe, Sir, ſeinen Plan aus⸗ zuführen. Er geht ſehr zart mit meinem Seelen⸗ frieden um. Ich muß es ihm recht Dank wiſſen.“

„Die Wahrheit deſſen, was ich Euch mittheile, theures Fräulein,“ verſetzte er,„wird am Beſten daraus erhellen, ob Ihr den genannten Brief erhal⸗ tet, oder nicht.— Haredale, mein theurer Freund, ich bin ganz entzückt, Euch zu ſehen, obgleich wir uns unter ſonderbaren Umſtänden und wegen eines ſchmerzlichen Anlaſſes treffen. Ich hoffe, Ihr befindet Euch wohl!“

Mit dieſen Worten erhob die junge Dame ihre thränenſchweren Augen, und da ſie in der That ihren Onkel in der Nähe ſtehen ſah, aber durchaus un⸗ fähig war, nur noch ein Wort weiter anzuhören oder zu ſprechen, ſo entfernte ſie ſich haſtig und ließ die Beiden allein. Dieſe blickten einander gegenſeitig an, ſchauten der entweichenden Geſtalt nach und ſprachen geraume Zeit keine Sylbe.

„Erklärt mir, was ſoll das heißen?“ fragte