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er wiſchte ſie haſtig weg, als wolle er dieſe Schwäche verbergen, und betrachtete ſie mit dem gemiſchten Blicke der Bewunderung und des Mitleids.
„Ich habe bisher nie geglaubt,“ fuhr er fort, „daß die leichtfertigen Handlungen eines jungen Men⸗ ſchen mir je ſo zu Herzen gehen könnten, wie die meines Sohnes. Und erſt jetzt lerne ich eigentlich den Werth eines weiblichen Herzens kennen, das Knaben ſo leicht gewinnen und leicht wieder hinſchleu⸗ dern. Seyd verſichert, Fräulein, daß ich bisher nie Euren Werth kannte; und obgleich mein Abſcheu vor Argliſt mich antrieb, Euch außzuſuchen, wie ich es auch eben ſo gehalten haben würde gegen die Aermſte und Unbegabteſte Cures Geſchlechtes, ſo hatte mich doch der Muth verlaſſen, um dieſe Zuſammenkunft zu bethätigen, wenn mir meine Phantaſie Euch hätte ausmalen fönnen, wie Ihr wirklich ſeyd.“
Ach! wenn doch Frau Varden dieſen tugendhaf⸗ ten Gentleman hätte ſehen können, wie ihm bei die⸗ ſen Worten die Augen vor Entrüſtung leuchteten! Hätte ſie doch ſeine gebrochene, bebende Stimme hören und ihn ſchauen können, wie er mit entblöß⸗ tem Haupte im Lichte der Sonne da ſtand und mit ungewohnter Kraft ſeine Beredſamkeit entſtrömen ließ.
Emma ſah ihn mit ſtolzer Miene, aber doch blaß und zitternd an, ohne jedoch eine Sylbe zu ſprechen oder auch nur ſich zu rühren. Sie faßte ihn in’'s Auge, als wollte ſie in das Innerſte ſeines Herzens dringen.
Boz. XVI. Barnaby Rudge. 30


