Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1842)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

hatte, ſtieg er ſachte hinan, das Licht hoch über ſeinen Kopf haltend und ſich vorſichtig umſchauend, um zu ſehen, wer ſich wohl eine ſo unbehagliche Stelle zum Obdach auserleſen hätte.

Den Kopf auf den oberſten Tritt gelegt und die langen Gliedmaßen über ein halbes Dutzend Stufen hinſtreckend, ſo regungslos, als wäre es ein Todter, den betrunkene Träger haben fallen laſſen— lag Hugh da, das Geſicht nach oben gerichtet, ſein lan⸗ ges Haar wie Unkraut auf dem hölzernen Kiſſen hin⸗ geſtreut, während ſeine breite Bruſt ſich bei jedem der Töne hob, die zu ſo ungewohnter Stunde die Ruhe des Ortes ſtörten.

Herr Cheſter war eben im Begriffe, den Schlä⸗ fer mit einem Fußtritte zu wecken, als er noch durch einen Blick nach dem in die Höhe gerichteten Geſichte aufgehalten wurde; er hielt die Hand vor das Licht, beugte ſich nieder und betrachtete ſich genau die Züge des Hingeſtreckten. So genau auch dieſe erſte Beſichti⸗ gung war, ſo ſchien ſie ihm doch nicht zu genügen, denn er fuhr mit dem noch immer ſorgfältig beſchatteten Lichte etlichemal über das Geſicht des Schläfers, daſſelbe mit ſpähendem Auge betrachtend.

Während er noch damit beſchäftigt war, erwachte der Mann, ohne jedoch zuſammenzufahren oder ſich umzuwenden. Der plötzliche, feſte Blick deſſelben trug etwas ſo Bannendes in ſich, daß Herr Cheſter in ſeiner Verblüffung unmöglich die Augen abwenden konnte, ſondern gleichſam gezwungen wurde, Hugh