Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1842)
Entstehung
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wohl kennen— die beſte junge Dame von der Welt,“ ſagte Frau Varden.

„Ich zweifle nicht im Mindeſten daran. Ja, ich bin überzeugt, daß es ſo iſt. Und Ihr, die Ihr in dieſer zarten Beziehung zu ihr ſteht, ſeyd verpflichtet, ihr Glück in's Auge zu faſſen. Kann ich nun— wie ich auch zu Haredale geſagt habe, der ganz meiner Anſicht iſt— kann ich nun mögli⸗ cherweiſe zuſehen und dulden, daß ſie ſich, obgleich ſie einer katholiſchen Familie angehört, an einen jun⸗ gen Menſchen wegwirft, der zur Zeit noch nicht das mindeſte Herz hat? Ich will ihm damit keinen be⸗ ſondern Vorwurf machen, denn man trifft ſelten ein Herz bei jungen Menſchen, die ſich tief in den Leicht⸗ ſinn und in das conventionelle Treiben der Geſell⸗ ſchaft geſtürzt haben. Ihre Herzen wachſen eigentlich erſt nach dem dreißigſten Jahre, meine theure Ma'am. Ich glaube nicht— nein, ich glaube wirklich nicht, daß ich ſelbſt eines hatte, als ich in Neds Alter war.“

„O, Sir,“ ſagte Frau Varden,„ich denke, Ihr müßt eines gehabt haben. Nicht möglich, daß ein Mann, der jetzt ſo viel hat, je ganz ohne Herz ge⸗ weſen wäre.“

„Ich hoffe,“ antwortete er mit einem beſcheide⸗

nen Achſelzucken,„daß ich ein wenig habe; ich hoffe,

ein ganz klein wenig, der Himmel weiß es! Um jedoch auf Ned zurückzukommen— ohne Zweifel habt Ihr wohl gedacht und Euch deßhalb ſo wohlwollend für ihn intereſſirt, daß ich gegen Miß Haredale etwas

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