Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1842)
Entstehung
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ſo ganz Eurer würdig war? Aber es gibt ernſte und gewichtige Gründe, dringende Familienrück⸗ ſichten, und außerdem noch religiöſe Meinungs⸗ verſchiedenheiten, welche als Hemmſteine im Wege liegen und eine Verbindung unmöglich machen— durchaus unmöglich. Ich würde dieſer Umſtäͤnde gegen Euren Gatten erwähnt haben, aber er be⸗ ſitzt— entſchuldigt, daß ich ſo frei herausſpreche— er beſitzt weder Eure raſche Auffaſſungsgabe, noch Euren tiefen, moraliſchen Sinn.— Welch' ein un⸗ gemein helles Haus dieß iſt, und wie ſchön ge⸗ halten! Für einen Mann, wie ich— einen viel⸗ jährigen Wittwer— haben dieſe Merkmale einer ſorgfältigen, leitenden Frauenhand einen unaus⸗ ſprechlichen Zauber.“

Frau Varden fing unwillkürlich an zu glauben, der junge Herr Cheſter habe Unrecht, und der alte Herr müſſe nothwendig Recht haben.

„Mein Sohn Ned,“ nahm der Verſucher in ſeiner gewinnendſten Weiſe wieder auf,„hat, wie ich höre, durch Eure liebenswürdige Tochter und Euren offenherzigen Gatten Vorſchub erhalten.“

„Weit mehr, als von mir, Sir,“ verſetzte Frau Varden;„bei weitem mehr. Ich habe oft mein Be⸗ denken darüber gehabt. Es iſt—

„Ein ſchlimmes Beiſpiel,“ ergänzte Herr Cheſter. „Ja. Kein Zweifel. Eure Tochter ſteht in einem Alter, wo man beſonders unüberlegt handelt, wenn man vor ihren Augen junge Leute ermuthigt, in

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