Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1842)
Entstehung
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„Ihr errathet wohl, was ich zu ſagen habe?“ fuhr Herr Cheſter fort, indem er einen Stuhl an ihre Seite rückte.„Ihr ahnet meine Abſicht? Ich bin ein zärtlicher Vater, meine liebe Frau Varden.“

„Davon bin ich vollkommen überzeugt,“ verſetzte Frau Varden.

„Ich danke Euch,“ entgegnete Herr Cheſter und trommelte auf ſeinem Doſendeckel.„Aeltern haben eine ſchwere moraliſche Verantwortlichkeit, Frau Varden.“

Frau Varden erhob ihre Hände ein wenig, ſchüttelte ihren Kopf und blickte nach dem Boden, als ſchaue ſie geraden Wegs durch den ganzen Erd⸗ ball und an dem andern Ende weit hinaus in den jenſeitigen unermeßlichen Raum.

„Euch kann ich mich ohne Rückhalt anvertrauen,“ ſagte Herr Cheſter.„Ich liebe meinen Sohn innig, Ma'am, und weil ich ihn liebe, möchte ich ihn ver⸗ hindern, Unheil zu ſtiften. Ihr kennt ſeine Bezie⸗ hung zu Miß Haredale und habt ihm dabei Vor⸗ ſchub geleiſtet„„was jedenfalls ſehr freundlich von Euch war. Ich bin Euch ſehr verbunden— unge⸗ mein verbunden für die Theilnahme, welche Ihr ihm erweist; aber ich verſichere Euch, meine theure Ma'am, ſie war am unrechten Orte angebracht.“

Frau Varden ſtammelte, daß es ihr leid thue.

„Leid, meine theure Ma'am?“ fiel er ihr in's Wort.„Warum leid um Etwas, was ſo gar freundlich und in der beſten Abſicht gemeint, ja,

Boz. XVI. Barnaby Rudge. 28