Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1842)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

26

Wieder wartete John eine Weile, bis dieſe Ent⸗ gegnung ganz in ſein Gehirn eingedrungen war, worauf er erwiederte:Bis jetzt iſt noch von kei⸗ ner Beleidigung die Rede. Dann zündete er ſeine Pfeife an und rauchte in behaglichem Schweigen, hin und wieder einen Seitenblick auf einen Mann werfend, der in einem weiten Reitkleide mit unge⸗ heuern Aufſchlägen, welche mit abgenützten Silber⸗ borden und großen Metallknöpfen verziert waren,

abgeſondert von der gewöhnlichen Wirthshausgeſell⸗

ſchaft da ſaß. Er hatte den Hut über ſein Geſicht gedrückt, welches er noch weiter durch die Hand be⸗ ſchattete, auf der ſeine Stirne ruhte, und ſah ziem⸗ lich ungeſellig aus.

Auch war noch ein anderer Gaſt in Stiefeln und Sporen zugegen, der gleichfalls in einiger Ent⸗ fernung von dem Feuer ſaß, und deſſen Gedanken wenn man aus ſeinen verſchlungenen Armen, ſeinen zuſammengekniffenen Brauen und dem Brannt⸗ wein, der unberührt vor ihm ſtand, einen Schluß ziehen konnte mit ganz anderen Dingen beſchäf⸗ tigt waren, als mit den Gemeinplätzen der dermali⸗ gen Unterhaltung, oder mit den Perſonen, von wel⸗ chen ſie geführt wurde. Dieſer war ein junger Mann von ungefähr achtundzwanzig Fahren, etwas über Mittelgröße, und obgleich von etwas ſchmäch⸗ tiger Figur, doch anmuthig und kräftig gebaut. Er trug ſein eigenes dunkles Haar und war in einen Reitanzug gekleidet, der nebſt den großen Stiefeln,