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haben, war weder ein Sommer⸗ noch ein Herbſt⸗ abend, ſondern das Dämmerlicht eines Märztages, an welchem der Wind unheimlich unter den entlaub⸗ ten Baumzweigen heulte, durch die weiten Kamine polterte und den Regen gegen die Fenſter des Mai⸗ baumwirthshauſes trieb, ſo daß die zufällig anwe⸗ ſenden Gäſte einen unabweislichen Anlaß hatten, länger ſitzen zu bleiben, um ſo mehr, da der Wirth prophetiſch behauptete, die Nacht würde ſich gewiß Punkt eilf Uhr aufhellen— in Folge eines merk⸗ würdigen Zuſammentreffens gerade die Stunde, zu welcher er immer ſein Haus zu ſchließen pflegte. Der Mann, auf welchen ſolch ein prophetiſcher Geiſt niedergeſtiegen, hieß John Willet, ein plumper, großköpfiger Mann mit einem fetten Geſichte, welches auf einen nicht zu brechenden Eigenſinn, eine lang⸗ ſame Faſſungsgabe, und zugleich auf ein unbedingtes Vertrauen in ſeine eigenen Verdienſte hinwies. In gemüthlicher Laune rühmte ſich John Willet gewöhn⸗ lich, daß er zwar langſam, aber ſicher gehe— wo⸗ gegen ſich freilich in einem gewiſſen Betrachte durch⸗ aus nichts einwenden ließ, ſintemal er in Allem unzweifelhaft das gerade Widerſpiel von Geſchwin⸗ digkeit, und einer von den hartnäckigſten und ſtarr⸗ ſinnigſten Geſellen war, die je gelebt haben— immer verſichert, daß Alles, was er dachte, ſagte oder that, recht ſey, weßhalb er es als eine ausgemachte, durch die Geſetze der Natur und der Vorſehung ſo geordnete Sache betrachtete, daß Jedermann, der anders ſprach,


