Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1842)
Entstehung
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meltauben und Truthühnern vertrugen ſich vielleicht nicht ganz mit dem ernſten und feierlichen Charakter des Gebäudes, aber das monotone Girren, das einige davon den ganzen, lieben, langen Tag hören ließen, paßte vollkommen dazu und ſchien es in den Schlummer zu lullen. Mit ſeinen überhängenden Stockwerken, den ſchläfrigen, kleinen Fenſterſcheiben und der über den Weg ſchwellenden und vorſpringen⸗ den Vorderſeite ſah das alte Haus wirklich aus, als ob es im Schlafe nicke. Und in der That bedurfte es keiner ſonderlichen Steigerung der Phantaſie, um auch in ſeinen andern Theilen eine Menſchenähnlich⸗ keit zu entdecken. Die Ziegel, aus welchen es gebaut war, hatten ihr urſprüngliches, tiefes Roth verloren, und waren gelb und mißfarbig geworden, wie die Haut eines alten Weibes; das ſtarke Gebälke war zerfallen, wie die Zähne eines Greiſen; und da und dort umhüllte immergrüner Epheu die zerbröckeln⸗ den Wände, einem warmen Gewande gleich, dem Troſte im fröſtelnden Alter.

Demungeachtet war es aber noch ein geſundes und kräftiges Alter, und an Sommer⸗ oder Herbſt⸗ abenden, wenn die Strahlen der niedergehenden Sonne auf die Eichen und Kaſtanien des benachbar⸗ ten Waldes fielen, nahm das alte Haus Theil an ihrem Glanze und ſchien ein ganz paſſender Gefährte für ſie zu ſeyn, der noch manches gute Lebensjahr in ſich hatte.

Der Abend, mit welchem wir jetzt zu thun

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