ſo wenig haben die Armenhäuſer und Hoſpitäler
übrigen Raum. Die Gerichtshöfe ſind überfüllt. Die Schranken haben ſchon zu dieſer Tageszeit ihre regelmäßigen Beſuche und jeder Handelsplatz läßt ſein Gedränge ſchauen. Alle dieſe Plätze ſind eine
Welt für ſich und haben ihre eigenen Bewohner;
jeder von ihnen iſt für ſich abgeſchloſſen und weiß
nichts von der Exiſtenz des andern. Da ſind einige
Leute, die ſich wohl ſeyn laſſen und ſich erinnern,
gehört zu haben, daß es eine Unzahl von Männern
und Weibern gebe— Tauſende wohl, meinen ſie—
welche in London jeden Tag aufſtehen, ohne zu wiſ⸗
ſen, wo ſie Nachts ihr Haupt hinlegen ſollen; und daß die Stadt Quartiere berge, wo Hunger und Elend immer zu Hauſe ſeyen. Sie glauben es nicht ganz— es mag etwas Wahres daran ſeyn, aber natürlich übertrieben. So geht jede dieſer tauſend Welten ihren eigenen Gang, nur auf ſich ſelbſt be⸗ dacht, bis die Nacht wiederkömmt— zuerſt mit ihren
Lichtern, ihren Vergnügungen und ihren belebten
Straßen, dann mit ihrem Verbrechen und ihrer
Finſterniß.
Herz von London, es liegt eine ernſte Lehre in jedem deiner Schläge! Wenn ich auf dein unbe⸗ zähmbares Schaffen ſchaue, auf das weder der Tod,
noch der Druck des Lebens, weder der Gram, noch
die Freude, die außen herrſchen, auch nur den min⸗ deſten Einfluß übt, ſo meine ich aus deinem Innern eine Stimme zu hören, die mich bittet, bei einem
— ᷓ


