Teil eines Werkes 
4. Bdchn (1842)
Entstehung
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Einen, tiefen, beſtändigen Ton, der den Lärm und das Geraſſel auf den Straßen unten übertäubte, ſtets der gleiche, mochte der Tumult ſteigen oder fallen, fortmachen oder ſchweigen bei Nacht oder Mittag, morgen oder heute, in dieſem oder in dem nächſten Jahre. Während ſie ſo ihre Funktion mit derſelben verdroſſenen Beharrlichkeit verrichtete und das Fortſchreiten des Lebens ringsum regelte, kam mir der Gedanke, dieß ſey Londons Herz, und wenn es zu ſchlagen aufhörte, würde auch die Stadt nicht mehr ſeyn.

Es iſt Nacht; kalt und unbewegt inmitten der Scenen, welche die Finſterniß begünſtigt, ſchlägt das große Herz von London in ſeiner Rieſenbruſt. Reich⸗ thum und Armuth, Laſter und Tugend, Schuld und Unſchuld, Schlemmerei und ausgemergelter Hunger, jedes dem andern auf dem Fuße folgend und im bunten Gedränge ſammelt ſich darum her. Man ziehe nur einen kleinen Kreis um die gedrängten Dachgiebel und ihr habt in dieſem engen Raum die widerſprechendſten Extreme. Wo jenes ſchwache Licht flimmert, ſtirbt in dieſem Augenblick ein Menſch. Das erhellte Fenſter nur wenige Ellen davon iſt Zeuge, wie ein anderer ſein Auge der Welt öffnet. Da ſind zwei Haͤuſer, die nur durch eine Wand von ein paar Zollen getrennt ſind. In dem einen ſchlum⸗ mern ruhige Seelen, in dem andern ein ſchuldbe⸗ wußtes Gewiſſen, das, wie man denken möchte, ſogar die Luft beunruhigen muß. In jenem dumpfen