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nungen und Sorgen in den Staub niederſinken— gingen ſie mit ruhigen Schritten und ergebungsvollem
Herzen von hinnen und ließen das Kind allein mit Gott.
Ol es iſt ſchwer, die Lehre zu Gemüth zu ziehen, welche ſolche Todesfälle geben. Aber möge Niemand ſie zurückweiſen, denn es iſt eine Lehre, die wir alle lernen müſſen— eine gewaltige, allgemeine Wahrheit. Wenn der Tod die Unſchuld und Tugend niederſtreckt, ſo erblühen aus jeder gebrechlichen Ge⸗ ſtalt, aus der er den ſehnenden Geiſt befreit, hundert Tugenden im Gewande der Barmherzigkeit, der Mildthätigkeit und der Liebe, die durch die Welt wandeln und ſie ſegnen. Aus jeder Thräne, die der bekümmerte Sterbliche auf ſolchen grünen Gräbern vergießt, wird etwas Gutes geboren, ein edleres Weſen erzeugt. Unter dem Fußtritte des Todesengels ſproſſen neue Schöpfungen, die ſeiner Gewalt Hohn ſprechen, und ſein dunkler Pfad wird ein Weg voll himmliſchen Lichtes.
Es war ſpät, als der alte Mann nach Hauſe kam. Der Knabe hatte ihn, unter irgend einem Vorwand, auf dem Rückwege nach ſeiner eigenen Wohnung geführt, und von dem langen Spaziergange wie auch von dem unausgeſetzten Mangel an Ruhe erſchöpft, war der Greis neben dem Herde in einen tiefen Schlaf verſunken. Da er ſo gar ermattet war, hütete man ſich wohl, ihn zu wecken.


