Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1842)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

————— 6—4*—4yy,n— 8———s

391

Der Schlummer hielt ihn geraume Zeit geſeſſelt, und als er endlich erwachte, ſandte der Mond ſeine Strah⸗ len durch das Fenſter.

Der jüngere Bruder, den ſeine lange Abweſen⸗ heit beunruhigte, ſtand wartend an der Thüre, als der alte Mann mit ſeinem kleinen Führer des Weges daher kam. Er ging ihm entgegen, nöthigte den Greis mit ſanfter Gewalt, ſich auf ſeinen Arm zu ſtützen, und führte ihn mit langſamen bebenden Schrit⸗ ten nach Hauſe. Er begab ſich ſogleich nach ihrer Kammer. Als er nicht fand, was er dort ge⸗ laſſen hatte, kehrte er mit beſtürzten Blicken nach dem Zimmer zurück, wo ſich die übrigen Freunde befan⸗ den. Von hier aus eilte er in die Wohnung des Schulmeiſters und rief ihren Namen. Sie folgten ihm auf der Ferſe, und nachdem er lange vergeblich geſucht hatte, brachten ſie ihn wieder zurück.

Mit allen Ueberredungsworten, welche Mitleid und Liebe eingeben konnten, bewogen ſie ihn, ſich zu ihnen zu ſetzen und zu hören, was ſie ihm mitzutheilen hätten. Sie gaben ſich alle Mühe, durch kleine Kunſt⸗ griffe auf das, was kommen mußte, vorzubereiten, weilten mit manchen glühenden Worten bei dem glücklichen Looſe, das ihr zugefallen war, und ſagten ihm endlich die Wahrheit. In demſelben Augen⸗ blicke, als ſie über ihre Lippen glitt, ſtürzte er wie

ein Erſchlagener in ihrer Mitte zu Boden.

Viele Stunden lang harrten ſie vergeblich ſeines