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Nähe des Gemaches, wo ſie lag, gewartet hatte, ehe er zu Bett ging. Dem Anſcheine nach meinte er, man habe ſie dort allein gelaſſen, und dieſen Gedan⸗ ken konnte er nicht ertragen. Er erzählte wieder von ſeinem Traume, nämlich daß ſie wieder geneſen ſey, ganz wie ſonſt. Er bat angelegentlichſt, man möchte ihm erlauben, ſie zu ſehen, wobei er verſprach, daß er ſich ganz ſtille verhalten wolle; man habe nicht nöthig, zu beſorgen, daß er ſich fürchte, denn er ſey den ganzen Tag allein bei ſeinem Bruder geweſen, als er todt war, und habe ſich glücklich gefühlt, ihm ſo nahe ſeyn zu können. Man ließ ihn gewähren; und in der That, er hielt Wort— in ſeiner kindli⸗ chen Weiſe eine ernſtliche Lehre für ſie alle.
Bis dahin hatte der alte Mann kein Wort ge⸗ ſprochen— ausgenommen zu ihr— oder ſich von dem Bette entfernt. Aber als er ihren kleinen Lieb⸗ ling ſah, fühlte er ſich in einer Weiſe ergriffen, wie man ihn noch nie geſehen hatte, und er gab durch Zeichen zu verſtehen, daß er näher kommen möchte. Dann deutete er nach dem Bette und brach in Thrä⸗
nen aus. Die Umſtehenden wußten, daß ihm der
Anblick des Kindes wohl gethan hatte, weßhalb ſie Beide allein bei einander ließen.
Der Knabe beruhigte ihn mit ſeinem unſchuldi⸗ gen Geplauder von ihr und vermochte es über ihn,
daß er ein wenig ruhete, ausging, kurz faſt alles
that, was er von ihm verlangte. Und als der Tag kam, an dem ihre ſterblichen Reſte für immer den


