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ſie ſich mit einem Engelslächeln auf ihrem Geſichte — ſie hatten, wie ſie ſagten, ein folches nie zuvor geſehen und wollten es nie vergeſſen— an den alten Mann und ſchlang ihre beiden Arme um ſeinen Nacken. Sie wußten nicht gleich, daß ſie todt war.
Sie hatte ſehr oft von den zwei Schweſtern ge⸗ redet, die ſie wie theure Freundinnen betrachtete. Sie wünſchte, ſie hätte ihnen ſagen können, wie oft ihre Gedanken bei ihnen geweilt und wie oft ſie ihnen gefolgt ſey, wenn ſie Abends an dem Flußufer ſpa⸗ zieren gingen. In der letzten Zeit hatte ſie oft davon geſprochen, ſie möchte wohl den armen Kit wieder ſehen. Sie wünſchte, daß Jemand da wäre, um Kit von ihr aus zu grüßen. Und ſelbſt damals noch dachte ſie nie an ihn, oder ſprach nie von ihm, ohne etwas von ihrem alten, klaren, heiteren Lachen.
Im Uebrigen hatte ſie nie gemurrt oder ſich beklagt, ſondern mit ruhigem Geiſte und in ganz un⸗ veränderter Weiſe— nur daß ſie mit jedem Tage ernſter wurde und ſich immer dankbarer gegen ihre Umgebung erwies— war ſie dahin geſchwunden, wie das Licht eines Sommerabends.
Der Knabe, welcher ihr kleiner Freund geweſen war, kam faſt ſo bald, als es Tag war, mit einem Sträußchen welker Blumen und bat, man möchte es auf ihre Bruſt legen. Er war es, der in der letzten Nacht an's Fenſter gekommen war und mit dem Todtengräber geſprochen hatte. Auch fand man im Schnee Spuren kleiner Füße, weil er in der
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