Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1842)
Entstehung
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Lächeln entgegen geſtreckt— die Hand, die ihn auf allen ſeinen Wanderungen geleitet hatte. Wieder und wieder preßte er ſie an ſeine Lippen; dann drückte er ſie nochmal an ſeine Bruſt und murmelte, daß ſie jetzt wärmer ſey. Und mit dieſen Worten ſah er in einem Schmerzenskampfe zu den Umſtehenden auf, als flehte er ſie an, ihr zu helfen.

Sie war todt— keine Hülfe mehr möglich oder nöthig. Die alten Räume, die ſie mit Leben zu er⸗ füllen ſchien, ſelbſt als ihr eigenes mit Rieſenſchritten dem Grabe zureifte— der Garten, den ſie gepflegt — die Augen, welche ſie erfreut— die geräuſchloſen Schauplätze mancher gedankenvollen Stunde, die Pfade, die ſie betreten, als wäre es erſt geſtern— ſie ſollten nichts mehr von ihr ſehen.

„Nicht hienieden,“ ſagte der Schulmeiſter, indem er ſich niederbeugte, um ihre Wangen zu küſſen und ſeine Thränen frei entſtrömen ließ,„nicht hienieden endet die Gerechtigkeit des Himmels. Was iſt ſie in Vergleichung mit der Welt, aus der dieſer junge Geiſt ſo früh entwichen iſt? Bedenkt dieß und ſagt, ob Einer von uns ihn zurückrufen würde, wenn er es durch einen einzigen, wohl überlegten Wunſch, in feierlichen Ausdrücken über dieſem Todtenbette ausge⸗ ſprochen, geſchehen könnte.