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wir nehmen ſie wieder auf, nachdem wir die Prü⸗ fungen der Welt gekoſtet, um fortan Kinder bis an's Ende zu ſeyn. Wie viele ruheloſe Seelen, die dem Glück, dem Ruhm oder dem Vergnügen über die ganze Erde nachgejagt haben, ziehen ſich in der Neige ihres Lebens dahin zurück, wo ſie ihren erſten Athem begonnen, und ſuchen noch einmal Kinder zu werden, ehe ſie ſterben. Und ſo wollen auch wir, weniger glücklich als ſie in jüngern Jahren, aber glücklicher in der Schlußſcene des Lebens, ein Ruheplätzchen ſuchen an dem Orte, wo wir uns als Knaben umhertrieben; wir wollen heimgehen, ohne eine Hoffnung verwirklicht zu haben, die in den Jahren der Mannheit aufſproßte,— nichts zurückbringen, was wir mitgenommen haben, als unſer gegenſeitiges Sehnen nach einander— nichts retten aus dem Schiffbruche des Lebens, als dasjenige, was uns daſſelbe zuerſt theuer gemacht hat— und ſo können wir in der That wieder Kinder werden, wie wir es früher waren. Und wenn,“ fügte er mit veränderter Stimme bei,„wenn, was ich mich ſcheue, auszuſprechen, eingetreten iſt— ſelbſt wenn es ſo iſt, oder ſo kommen ſoll(wovor der Himmel uns be⸗ wahren wolle!)— auch dann, lieber Bruder, wer⸗ den wir nicht getrennt ſeyn und doch dieſen Troſt in unſerm Kummer haben.“
Der alte Mann hatte ſich während dieſer Worte gegen die innere Kammer zurückgezogen. Er deutete nach derſelben hin und verſetzte mit bebenden Lippen.


