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„Ich will auf jede Stimme hören, welche ſie gerne hörte,“ rief der alte Mann.„Ich liebe Alles, was ſie liebte.“ 3
„Ich weiß es ja,“ entgegnete der Schulmeiſter,
„ich bin davon überzeugt. Denken Sie an ſie;
denken Sie an alle die Sorgen und Bekümmerniſſe, die ihr mit einander getheilt, und an alle die Prü⸗ fungen und die ſtillen Freuden, die ihr gemeinſchaft⸗ lich mit einander erlebt habt.“
„Freilich, freilich, ich denke nichts anders.“
„Ich wollte, Sie dächten heute an nichts an⸗ deres— an nichts, als an ſolche Dinge, welche Ihr Herz weicher ſtimmen und daſſelbe für alte Zu⸗ neigungen aus vergangenen Zeiten aufſchließen, mein lieber Freund. So würde jetzt ſte zu Ihnen ſprechen und in ihrem Namen rede ich zu Ihnen.“
„Sie werden gut thun, wenn Sie leiſe ſprechen,“ ſagte der alte Mann.„Wir wollen ſie nicht wecken, ſo ſehr es mich auch freuen würde, wieder ihre Augen und ihr Lächeln zu ſehen. Auch jetzt liegt ein Lächeln auf ihrem jugendlichen Geſichte, aber es iſt immer daſſelbe— unwandelbar. Ich wollte, es käme und ginge. So Gott will, wird's aber auch wieder kommen. Wir wollen ſie nicht aufwecken.“
„Wir wollen nicht von ihrem Schlaf reden, ſondern wie ſie war, als ihr mit einander eure weiten Wanderzüge machtet— wie ſie war in der Heimath, in dem alten Hauſe, aus welchem ihr floht— wie ſie


