Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1842)
Entstehung
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„Auch glücklich, glücklicher als eine Zunge aus⸗ zuſprechen, oder des Menſchen Herz zu faſſen vermag.“

Sie ſahen ihm nach, wie er aufſtand und auf den Zehen nach der andern Kammer ſchlich, wo die Lampe wieder aufgeſtellt worden war. Sie lauſch⸗ ten, während er innerhalb der ſtummen Wände wieder zu ſprechen begann, ſahen ſich gegenſeitig in’s Geſicht, und keine Wange blieb von Thränen frei. Er kam geduckt und flüſterte, ſie ſchliefe zwar noch, aber es käme ihm vor, als ob ſie ſich bewegt hätte. Es war ihre Hand, ſagte er— eine kleine — ſo gar, gar kleine Hand— aber er war ziem⸗ lich ſicher, daß ſie ſich bewegt hatte— vielleicht um die ſeinige zu ſuchen. Er erinnerte ſich, daß ſie es früher ſchon ſo gemacht hatte, obgleich ſie im tiefſten Schlafe lag. Und als er dieß geſagt, ließ er ſich nieder in ſeinen Stuhl, ſchlug die Hände über dem Haupte zuſammen, und ſtieß einen Schrei aus, der nicht ſo leicht zu vergeſſen war.

Der arme Schulmeiſter winkte dem Bachelor, daß er mit ihm bei Seite treten möchte, weil er etwas mit ihm zu ſprechen habe. Sie öffneten ſanft die Finger des Greiſen, die ſich in ſein graues Haar gedreht hatten, und drückten ſie mit ihren Händen.

„Gewiß, er wird auf mich hören,“ ſagte der Schulmeiſter.„Wenn wir ihn darum bitten, ſo wird er entweder auf mich, oder auf Sie hören. Er that es immer.“