Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1842)
Entstehung
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verhüllte, ſo konnte er nicht in das Gemach ſehen. Aber es lag kein Schatten von innen daxauf. An der Mauer hinanzuklettern und den Verſuch zu ma⸗ chen, von oben hineinzuſehen, wäre mit etwas Ge⸗ fahr verbunden geweſen— jedenfalls mit einigem Geräuſch, von welchem zu beſorgen ſtand, daß es das Kind erſchrecke, wenn es wirklich ſeine Wohnung war. Er horchte und horchte— aber ſtets dieſelbe ermüdende Oede.

Mit langſamen und vorſichtigen Tritten zog er ſich von der Stelle zurück, ging einige Schritte an dem Gebäude weiter und kam endlich zu einer Thüre. Er klopfte. Keine Antwort. Aber von innen ver⸗ nahm er ein wunderliches Geräuſch. Es war ſchwer, über die Beſchaffenheit deſſelben ſich Gewißheit zu verſchaffen; es hatte Aehnlichkeit mit dem leiſen Stöhnen eines Leidenden, konnte aber doch nicht die⸗ ſes ſeyn, da es viel zu regelmäßig und anhaltend war. Jetzt ſchien es eine Art von Geſang zu ſeyn, jetzt eine Wehklage— ſo kam es nämlich ſeiner wechſelnden Einbildungskraft vor, denn der Ton blieb ohne Unterbrechung ſtets derſelbe. Er hatte nie etwas Aehnliches gehört, und in dem Klange lag etwas Schreckliches und Ergreifendes, das nicht von der Erde zu ſtammen ſchien..

Dem Zuhörer rann das Blut jetzt kälter durch die Adern, als es in Froſt und Kälte der Fall ge⸗ weſen; aber er klopfte wieder. Gleichfalls keine Antwort— und der Ton währte ohne Unterbrechung⸗