Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1842)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Aſche trauernd— aber doch ein ſehr anſtändiges, gebührend bekümmertes Aeußere bewahrend— in einem Armſtuhle lehnte und ihren Schmerz mit einem kleineren Deputätchen von derſelben lieblichen Flüſſig⸗ keit beſchwichtigte. Ferner waren noch ein paar Fähr⸗ leute zugegen, welche gewiſſe Maſchinen, Schleif⸗ hamen genannt, bei ſich hatten, und auch von dieſen Burſchen letzte ſich jeder mit einem Glaſe Steifen. Da dieſe Männer mit großem Behagen tranken, und natürlich ſehr rothnaſig, finnig und zechgemüthlich ausſahen, ſo trug ihre Anweſenheit eher dazu bei, die entſchiedene Behaglichkeit der Scene zu erhöhen, als zu verringern.

„Mit Freuden wollte ich in die Ewigkeit gehen, wenn ich nur der lieben, alten Dame Rum und Waſſer vergiften könnte,“ murmelte Quilp.

„Ach!“ ſagte Herr Braß, das Schweigen unterbre⸗ chend und die Augen mit einem Seufzer gegen die Decke heftend.„Wer weiß! Aber vielleicht ſieht er jetzt auf uns hernieder. Wer weiß! vielleicht ſchaut er uns jetzt zu— von ein oder dem andern Orte aus, und beobachtet uns mit wachſamem Auge! Ach Gott!“

Hiemit hielt Herr Braß inne, um die Hälfte ſeines Punſches hinunter zu gießen, und fuhr dann fort, indem er während des Sprechens die andere Hälfte mit einem betrübten Lächeln beäugelte.

„Es iſt mir faſt,“ ſagte der Rechtsgelehrte, den Kopf ſchüttelnd,„als könnte ich ſein Auge unten auf dem