Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1842)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

424

zurückzuziehen, wobei er alle Frachtwagen hinwünſcht, wo der Pfeffer wächſt, natürlich die bei Tag an⸗ fahrenden ausgenommen. Die ‚ſcharfkalte Zwiſchen⸗ zeit zwiſchen Nacht und Morgen der ferne Licht⸗ ſtreif, der ſich mehr und mehr erweitert und ver⸗ breitet, vom Grauen in's Weiße, vom Weißen in's Gelbe, vom Gelben in's brennendſte Roth über⸗ gehend der Tag mit all' ſeiner Rührigkeit und Lebhaftigkeit Menſchen und Pferde an dem Pflug Vögel in den Bäumen und Hecken, und Knaben auf den einſamen Feldern, welche ſie mit Klappern wegſcheuchen. Die Ankunft in einer Stadt, geſchäf⸗ tige Leute auf dem Markte, leichte Karren und Chaiſen rund um den Wirthshaushof, vor ihren Thüren ſtehende Krämer, Männer, die den Kauflieb⸗ habern ihre Pferde vorreiten, grunzende Schweine, die in der Entfernung im Koth wühlen, von ihren langen Stricken losreißen, in reinliche Apothekerladen laufen und von den Lehrlingen mit Beſen hinaus⸗ gejagt werden, die Nachtpoſt, welche ihre Pferde wechſelt mürriſche, erfrorene, häßlich einge⸗ mummte und unzufriedene Paſſagiere, denen der Bart in einer Nacht gewachſen iſt, als ſtünde er ſchon drei Monate der Kutſcher dagegen friſch, wie aus dem Lädchen, und eigentlich ſchön durch den Gegenſatz: ſo viel Rührigkeit, ſo viele Dinge in Bewegung, ſo viele Abwechslung in allem wann gab es je eine ſo vergnügliche Reiſe, als jene Reiſe in dem Frachtwagen?