Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1842)
Entstehung
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Aſyl an irgend einem entlegenen Orte auf dem Lande ſuche, wo er keiner Verſuchung mehr Preis gegeben ſey, und Sorgen, wie ſie kürzlich erlebt, nicht mehr aufkommen könnten.

Der Schulmeiſter hörte ihr mit Erſtaunen zu.

Welch' ein Kind! dachte er;hat dieſes Kind heldenmüthig ausgehalten unter allen Zweifeln und Gefahren, mit Armuth und Leiden gekämpft und keiner andern Stiütze ſich erfreut, als ihrer treuen Liebe und ihres Rechtsgefühls? Und doch iſt die Welt voll von ſolchem Heldenmuth. Sollte ich jetzt erſt lernen müſſen, daß die ſchwerſten Siege diejenigen ſind, welche in keiner Erdenchronik auf⸗ gezeichnet werden und doch jeden Tag ſich zutragen? Und ſollte es mich Wunder nehmen, ein Gleiches in der Geſchichte dieſes Kindes zu hören?

Was er noch weiter ſagte und dachte, gehört nicht zur Sache. Es wurde beſchloſſen, daß Nell und ihr Großvater ihn nach ſeinem Dorfe begleiten ſollten, und er wollte ſich Mühe geben, irgend eine beſcheidene Beſchäftigung für ſie ausfindig zu machen, bei der ſie beſtehen könnten.

Ich bin überzeugt, daß es gelingen muß, rief der Schulmeiſter aus der Fülle ſeines Herzens. Die Sache iſt zu gut, um fehlſchlagen zu können.

Sie beſtimmten die Fortſetzung ihrer Reiſe auf den nächſten Abend, da um dieſe Zeit ein Fracht⸗ wagen, welcher eine Strecke weit ihren Weg fuhr,

vor dem Wirthshauſe die Pferde wechſelte, und der