Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1842)
Entstehung
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warum that man nicht ein Gleiches bei dem meint gen, den man nie den Unterſchied kennen lehrte? Ihr Herren habt eben ſo gut ein Recht, ihren Knaben zu ſtrafen, dem Gott Sprache und Gehör verſagte, als Ihr den meinigen ſtrafen dürft, den Ihr ſelbſt in der Unwiſſenheit erhalten habt. Wie viele Mädchen und Knaben ach, und auch Männer und Weiber die vor Euch gebracht werden, ohne daß Ihr ihnen Mitleid erweist, ſind taub und ſtumm in ihrer Seele,

gehen in dieſem Zuſtande unrechte Wege, und wer⸗

den in dieſem Zuſtande geſtraft an Seele und Leib, während Ihr Herren untereinander zankt, ob ſie dieß oder jenes lernen ſollen! Seyd gerecht, Sir, und gebt mir meinen Sohn zurück.

Ihr ſeyd in Verzweiflung, ſagte der Herr indem er ſeine Schnupftabaksdoſe herauszog,und ich bedaure Euch.

Ich bin in Verzweiflung, entgegnete das Weib,und Ihr habt mich ſo weit gebracht. Gebt mir meinen Sohn zurück, daß er für dieſe hülfloſen Kinder arbeite. Seyd gerecht, Sir, und gebt mir ihn um Gotteswillen Ihr habt ja auch dieſem Knaben Gnade widerlaſſen laſſen gebt mir meinen Sohn zurück!

Nell hatte genug geſehen und gehört, um ſich zu überzeugen, daß dieß kein Ort war, wo ſie auf ein Almoſen zählen konnte. Sie führte den alten Mann ſachte von der Thüre weg und trat mit ihm auf's Neue die Wanderung an.