—————
410
Mit immer mehr entſchwindender Hoffnung und Kraft, aber ſtets mit der gleichen Entſchloſſenheit, durch kein Wort oder Zeichen ihre Erſchöpfung zu verrathen, ſo lange ſie ſich noch bewegen konnte, zwang ſich Nell, den Reſt jenes harten Tages weiter zu wandern, indem ſie nicht einmal ſo oft als ſonſt Halt machte, um auszuruhen, damit ſie einigermaßen die Langſamkeit ihrer Schritte wieder einbrächte. Der Abend rückte heran, und noch ehe die Nacht einbrach, gelangten ſie, noch immer durch eine gleich unheim⸗ liche Umgebung ziehend, in eine geſchäftige Stadt.
In ihrer Ermattung und Geiſtesgedrücktheit waren ihnen die Straßen derſelben unerträglich. Nach⸗ dem ſie an einigen Thüren um Almoſen gebeten und zu⸗ rückgewieſen waren, kamen ſie zu dem Entſchluß, die Stadt ſo ſchnell als möglich wieder zu verlaſſen und den Verſuch zu machen, ob die Bewohner irgend eines einſamen Hauſes nicht mehr Mitleid mit ihrem erſchöpften Zuſtande haben würden.
Sie ſchleppten ſich eben durch die letzte Straße, und Nell fühlte, daß ihre entſchwindenden Kräfte unmöglich mehr lange aushalten könnten, als ſie auf einmal eines Fußgängers anſichtig wurden, der — ein Felleiſen auf ſeinem Rücken, zur Stütze einen tüchtigen Stock, und ein Buch, aus welchem er las, in der Hand— die gleiche Richtung mit ihnen ver⸗ folgte.
Es war nicht leicht, ihm nachzukommen und ſeine Hülfe anzuflehen, denn er ging ſchnell und
hatt Hal betr nun
dich
Fuf
ſchn
zuſe bew


