wie aus den Blicken, die ſie um ſich warfen, zu erhellen ſchien,— die Kirchthurmglocken ließen ihr lärmendes Geläute ertönen, und Flaggen wehten von den Fenſtern und Hausgiebeln.
In den Höfen großer Gaſthäuſer flogen Kellner, gegenſeitig an einander anprallend, hin und her, Pferdehufe klapperten auf dem unebenen Pflaſter, Kutſchentritte ſielen raſſelnd nieder, und krankmachende Düfte aus den vielen Kuchen betäubten mit ihrem ſchweren, lauwarmen Athem die Sinne. In den kleineren Wirthshäuſern quieckten die Fiedeln mit aller Macht zu dem Takte ſtolpernder Füße; be⸗ trunkene Männer, den Refrain ihres Liedes ver⸗ geſſend, vereinigten ſich zu einem ſinnloſen Geheul, welches das Klingeln der ſchwachen Glocke ertränkte und ſie zu einer wahren Wuth nach dem Brannt⸗ wein entflammte; vagabundirende Gruppen verſam⸗ melten ſich um die Thüren, um die herumziehende Tänzerin ihre Sprünge machen zu ſehen und ihr eigenes Geſchrei mit den Tönen der ſchrillen Stock⸗ pfeife und der betäubenden Trommel zu vereinigen.
Ueber dieſen Schauplatz des Wahnſinnes führte das Kind, erſchreckt und zurückgeſtoßen durch alles, was ſie ſah, den verwirrten, alten Mann, indem
ſte ſich feſt an ihren Führer anklammerte, zitternd
vor Angſt, ſie könnte in dem Gedränge von ihm getrennt werden und ihren Weg allein ſuchen müſſen. Sie beſchleunigten ihre Schritte, um dem Getöſe und dem wüſten Treiben zu entkommen, und langten


