beide haben uns jetzt losgemacht, Nell. Sie ſollen uns nicht mehr zurücklocken.“
„Sind Sie müde?“ fragte das Kind.„Fühlen Sie ſich auch gewiß nicht unwohl von dem langen Gehen?“
„Ich werde mich nie wieder unwohl fühlen, nun wir einmal fort ſind,“ war ſeine Antwort.„Wir müſſen uns rühren— wir müſſen noch weiter fort — noch viel, viel weiter fort. Wir ſind noch zu nahe, um zu halten und auszuruhen, komme!“
Auf dem Felde befand ſich ein Weiher mit klarem Waſſer, in welchem die Kleine Hände und Geſicht wuſch und ihre Füße abkühlte, ehe ſie weiter gingen. Sie wollte haben, daß ſich der alte Mann gleichfalls auf dieſe Weiſe erfriſchte; ſie veranlaßte ihn daher, ſich auf's Gras zu ſetzen, goß Waſſer mit den Händen über ihn und trocknete ihn ſodann mit ihrem einfachen Anzuge.
„Ich ſelbſt kann nichts für mich thun, meine Liebe,“ ſagte der Großvater.„Ich weiß nicht, wie es kommt: ich konnte es einmal, aber dieſe Zeit iſt vorbei. Verlaß mich nicht, Nell— ſage mir, daß du mich nicht verlaſſen willſt. Ich habe dich immer geliebt, gewiß, ich liebte dich immer. Wenn ich auch dich noch verliere, mein Herz, ſo muß ich ſterben!“
Er legte ſeinen Kopf auf ihre Schulter und ſtöhnte kläglich. Es gab eine Zeit, und zwar kaum noch vor ein paar Tagen, wo das Kind es nicht
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